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 Anna und William

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BeitragThema: Anna und William   Di Jun 07, 2016 12:57 pm

"Erträgt der Liebe Andrang, wie sie klopft! In meinem Herzen; keines Weibes Herz. In meinem Herzen; keines Weibes Herz. Ach, deren Liebe kann Gelust nur heißen - Nicht Regung ihres Herzens, nur des Gaums, Die Sattheit, Ekel, Überdruß erleiden; Doch meine ist so hungrig wie die See..." Dafür das dies die Generalprobe für das erste Theaterstück war, in dem William mitspielte, war er richtig gut. Er war äußerst konzentriert, professionell und hatte noch nicht einen Textaussetzer gehabt. Das könnte allerdings auch an der moralischen Unterstützung liegen, die in der ersten Reihe sass. Anna's Anwesenheit gab ihm ein gutes Gefühl und heute Abend zur Premiere hatte er sie auch schon eingeladen. Es war fast schon ein wenig verwunderlich, dass Will in seiner gesammten Karriere nicht einmal auf einer Theaterbühne stand, aber er war eben früh in die Filmschauspielerei eingestiegen und hatte nie einen anderen Weg eingeschlagen. Nun war er an einem Punkt, wo er sich selbst ausprobieren wollte und das schien wunderbar zu klappen.
"Okay, pause. Ihr könnt eine halbe Stunde ausruhen und wir bauen das Bühnenbild um. Gute Arbeit." Lies die Regisseurin verlauten und William lächelte bis über beide Ohren.
"Anna, ich komme gleich runter zu dir." meinte er und ging kurz hinter die Bühne. Dort stand seine Trinkflasche und eine Jacke von ihm. Anders als bei den anderen befand sich in seiner undurchsichtigen Flasche aus Metall kein Wasser oder Saft, sondern Rotwein und in den Jackentaschen befanden sich Minzbonbons und Kaugummis, damit er seine Alkoholfahne verbergen konnte. Für ihn lag darin schon erschreckend viel Routine.
Er nahm einige kräftige Schlucke aus der Flasche und steckte sich direkt danach ein Pfefferminz in den Mund, bevor er hinter der Bühne hervor kam und sich zu Anna in den Zuschauerraum gesellte.
"Also, ich habe jetzt eine halbe Stunde. Direkt nebenan ist ein schnuckliges kleines Café und mir wäre nach Pancakes, dir auch?" fragte er. Es war ihm egal, dass er dann in seinem Kostüm rüber gehen musste. Das Café lag eben direkt neben dem Theater und die waren das schon gewohnt, dass merkwürdig aussehende Leute zwischen den Proben ihr Mittagessen dort zu sich nahmen.

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Anna liebte das Theater. Schon als Kind war sie gerne in Vorstellungen gegangen und hatte sich vorgestellt, dass sie selbst einmal auf so einer Bühne stand, doch bisher war sie dahin noch nicht gekommen. Klar gab es während der Schulzeit ein paar Theaterstücke, bei denen sie mitwirkte, aber professionell? An einem richtigen, großen Theater? Nein, so weit war sie noch lange nicht. Klar, vor der Kamera war sie gut, aber das konnte man ja nun nicht miteinander vergleichen. Wenn man vor der Kamera stand, konnte man sich Patzer erlauben, da man dann einfach noch mal neu drehen konnte, doch auf der Bühne? Die brünette Britin musste zugeben, dass sie auch etwas Angst davor hatte, wahrscheinlich hatte sie deshalb keine der angebotenen Theaterstücke angenommen. Doch heute war sie hier, um William zu unterstützen. Der William, der mit ihr gemeinsam die Herzen der Narnia Fans erobert hatte. Sie beide hatten Bruder und Schwester gespielt und noch heute war ihr Verhältnis wunderbar. Anna konnte mit dem Schauspieler über alle reden und war an und für sich der Meinung, in ihm ihren Seelenverwandten gefunden zu haben. Freundschaftlich versteht sich. Und so war sie seiner Einladung sehr gerne gefolgt, bei der Probe und der Premiere heute Abend zuzusehen. Es war nicht immer einfach so was in den vollen Terminkalender zu bekommen, aber Anna hatte ihren Sturkopf durchgesetzt und so drehten sie bei Reign gerade Szenen, wo ihre Figur Lola nicht vorkam.

"Ist gut, lass dir Zeit, ich sitze gerade ganz bequem hier!" rief sie ihm mit einem Lachen hinterher, als er meinte, dass er gleich bei ihr wäre. Lächelnd betrachtete sie die große Bühne... eines Tages obwohl, eher doch nicht. Es war wohl doch eher nicht ihre Welt, doch wenn sie es nie ausprobierte, konnte sie es nicht wissen und trotzdem. Sie würde wohl lieber vor der Kamera stehen bleiben als sich Abend für Abend einem Publikum auszusetzen, welches jeden Fehler sofort bemerkte. Grinsend hakte sie sich bei ihm unter. "Na dann los, ich hab Hunger. Frühstück fiel bei mir heute aus und ich brauche Kaffee!" erklärte sie sich mit seinem Vorschlag einverstanden. "Lass uns gehen." Und dann reden wir darüber, dass du eine minimale Fahne hast, mein Lieber ging ihr durch den Kopf, als sie neben dem kostümierten Schauspieler das Café betrat und sie gemeinsam einen Platz relativ abgeschieden ansteuerten.

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Anna hakte sich unter und so verließen sie gemeinsam das Theater in Richtung Cafè. "Das geht dann auf mich." stellte er fest. Im Grunde besuchte sie ihn ja. Er war schon seit drei Wochen fast täglich hier. Im Theater, in diesem Café - ja, irgendwie fühlte er sich schon ein wenig heimisch in dieser Gegend. Es war also auch kein Wunder, dass er die süße Kellerin aus dem Café auch kannte. Ihr Name war Rose, sie studierte nebenbei Musik, ihre Lieblingsfarbe war Blau.. Irgendwie kam Will immer leicht mit Menschen ins Gespräch. "Hey, da ist ja der Herzog. Heute ist der große Tag." stellte Rose fest. Natürlich wusste sie, dass heute Abend die Premiere war. "So wie immer?" fragte sie Will, der daraufhin nickte. "Ja und dazu gerne die Pancakes und... Anna?" fragte er sie, während er ihr gegenüber am einem kleinen runden Tisch platz nahm. Er wartete bis sie etwas zu trinken und zu Essen gewählt hatte. "Ich freu' mich wirklich, dass du kommen konntest. Kelsey kommt nachher auch." Es wäre sicherlich auch etwas verwunderlich, wenn die Liebe seines Lebens diesen Moment verpassen würde - oder? Die beiden waren immer füreinander da. Die beiden waren wie ein Bilderbuch-Paar, zumindest empfand William das so. Sie waren fast vier Jahre zusammen und immer noch verliebt wie am ersten Tag. Er würde alles für Kelsey tun und das wusste so gut wie jeder, der ihn kannte. Das es umgekehrt genauso war, wussten allerdings nicht so viele. Für William war Kelsey von unschätzbarem Wert, nicht nur, weil sie eben einfach seine Traumfrau war und er sie über alles liebte. Schon ohne sie könnte er kaum verheimlichen, dass er Alkohol so konsumierte, wie andere es nicht verstehen würden. Er glaubte nicht wirklich daran ein Problem zu haben, nicht wirklich. Aber auch das war ein anderes Thema, oder nicht?
Denn jetzt kam Rose zurück um die Getränke zu bringen und William wurde ein Sekt vor die Nase gestellt. Hallelujah, schon wieder Alkohol. William fühlte sich wohl und schien auch nicht zum ersten Mal um diese Uhrzeit hier einen Sekt serviert zu bekommen - So wie immer? war schließlich die Frage von Rose an ihn gewesen. William wartete keine Sekunde um einen Schluck aus dem Glas zu nehmen und dann Anna anzulächeln. "Und? Wie sieht's bei dir gerade so aus? Ich rede nur von mir, das ist wahrscheinlich die Aufregung." Immerhin hatte er heute Abend Premiere.

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Die brünette Britin lachte hell auf. "Nichts anderes hab ich erwartet, mein Lieber." Natürlich hätte sie ihr Essen auch selbst bezahlt, aber wenn er es schon anbot. Da sagte sie doch nicht nein. Sie schaute sich in dem Café um. "Ist wirklich schön hier ... und du anscheinend öfters hier?!" Es konnte als Aussage oder auch als Frage aufgenommen werden, denn als sie das Gespräch zwischen ihrem Kumpel und der Kellnerin hörte, rutschte es ihr einfach heraus. "Pancakes klingen super. Und dazu Kaffee! Schwarz und ganz viel." Ja, sie hatte ein Problem, ein Kaffeeproblem. Sie war Kaffeesüchtig. Eigentlich trank sie ihn immer. Ohne war sie morgens nicht mal ein richtiger Mensch. "Ich freu mich, dass du mich eingeladen hast." Sie lächelte ihn an und dachte sie mal wieder, was für ein Glück sie hatte, so einen Freund wie William an ihrer Seite zu haben. Freundschaftlich ergänzten sie sich perfekt und nachdem ihre kleine Schwämerei, die sie ihm übrigens bis heute nicht gebeichtet hatte, nach den ersten Wochen beim Der Köng von Narnia Dreh abgeklungen hatte, war ihr auch klar, dass sie von ihm nie etwas anderes haben wollte. "Ich freu mich auf Kelsey, wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen. Und du weißt, ich liebe deine Freundin. Vielleicht sollte ich mit ihr durchbrennen." Lachend lehnte sie sich auf ihrem Stuhl zurück. "Nein, ehrlich. Halt sie fest!" Für sie waren Will und Kelsey das Traumpaar schlechthin und sie war felsenfest davon überzeugt, dass die beiden spätestens in zwei Jahren vor dem Traualtar standen und in drei Jahren Eltern eins wirklich bezaubernden Jungen waren. Mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtete sie die Kellnerin, die vor dem Schauspieler ein Glas Sekt abstellte. Was hatte er vorhin bestellt? So wie immer geisterte ihr durch den Kopf und skeptisch bedankte sie sich für ihren Kaffee und nahm einen Schluck. Genussvoll seufzte sie auf. "Eins muss man ihnen hier lassen. Kaffee kochen können sie." Sie versuchte sich an einem Grinsen. "Sag mal, findest du es für Sekt nicht noch ein bisschen ... ehm, nun ja, früh?" Sie war keiner von den Menschen, die sich in das Leben von anderen einmischte, aber sie hatte seine dezente Alkoholfahne, die er versuchte mit Pfefferminz zu überdecken, sehr wohl wahr genommen und nun wieder Alkohol? Sie blieb skeptisch und würde das Thema bestimmt noch mal auf den Tisch bringen. "Bei mir ist alles super. Ich werde demnächst einen neuen Film drehen, rate mal mit wem!" Sie grinste breit, denn auf die Dreharbeiten freute sie sich wirklich, denn ihr Drehpartner würde kein anderer als Ben Barnes werden. Und sie freute sich wirklich drauf.

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Auf ihre Frage hin ob er öfter hier war nickte er. "Natürlich. Es ist direkt nebenan. Hier gehen eigentlich alle hin, die im Theater arbeiten." sagte er ganz offen. Er war tatsächlich fast täglich hier und es sprach ja auch nichts dagegen. Die Bedienung war nett, über das Essen konnte man nicht meckern. Es gehörte fast schon zum Theaterkomplex dazu, also war es selbstverständlich für ihn hier auch mal öfter zu sein.
Er bestellte gerade und eigentlich hätte er den Kaffee für Anna gleich mit bestellen können. Er kannte ihre kleinen Marotten und auch ihre Liebe zu Kaffee. Gespielt ermahnend zischte er ein wenig. "Du und dein Kaffee... Immer noch ein Herz und eine Seele?" - Das musste aber gerade der Typ mit der Alkohol-Marotte sagen, die - auch wenn er es nie zugeben wollte - schon krankhaft war. Er hatte unerkennbare Entzugserscheinungen, wenn er nicht trank. Doch soetwas würde er niemandem auf die Nase binden. Nur Kelsey wusste es und sie deckte ihn, aus Liebe. Was er ihr damit antat war ihm vermutlich gar nicht bewusst. Auf sie fiel das Thema dann auch recht schnell, als William erklärte das sie heute Abend auch kommen würde. "Da sind wir ja schon zwei." erklärte er Anna, als diese meinte sie würde Kelsey lieben. "Aber durchbrennen darfst du auf keinen Fall mit ihr. Außerdem würde ich euch sowieso überall finden. Ich kenne euch beide viel zu gut." sagte er und zwinkerte ihr mit einem Auge zu. Er wusste wirklich nicht, was er tun sollte, wenn er Kelsey eines Tages verlieren würde. Sie war wirklich das Wichtigste in seinem Leben - auch wenn der Alkohol sicher ein immer stärkerer Konkurent wurde. Wenn er wüsste, dass es immer so weiter gehen könnte, hätte er sie sicherlich schon längst gefragt ob sie seine Frau werden möchte, aber sie stritten mindestens einmal im Monat, weil William beim trinken die Kontrolle verlor und sich fast bis zur Besinnungslosigkeit betrank, obwohl er es nicht wollte. Es passierte einfach.
Ihnen wurden die Getränke gebracht, was dazu führte, das Anna anstoß an sein Getränk nahm, welches William sichtlich mehr als nur genoss. William ahnte nicht, dass sie trotz seiner Vorkehrungen den Alkohol vorhin gerochen hatte. Also spielte er das alltägliche Programm der Ausreden ab.
"Also bitte. Ich wusste nicht, dass ich mit meiner Mutter frühstücke." meinte er lächelnd. "Ein Sektfrühstück ist nichts ungewöhnliches. Außerdem ist doch heute mein großer Tag, da kann ich mir doch etwas gönnen." Und damit wollte er einen Hacken hinter die Sache setzen. Er war gerade gut drauf, einfach weil sein Pegel stimmte. Er stand unter Alkoholeinfluss - ja. Er war aber nicht betrunken. Seine Tolleranz war zum einen sehr groß geworden und zum anderen war es auch gar nicht Sinn der Sache sich zu betrinken. Er musste wirklich einfach nur seinen Pegel halten.
Er wollte sich lieber über Anna's Pläne und Projekte unterhalten, vor allem weil er dann nichts verheimlichen und lügen musste. Außerdem fühlte er sich beim dem Thema auch nicht sofort angegriffen, denn auch wenn er sich in der Regel gut rausreden konnte - er fühlte sich angegriffen.
"Ok. Was für einen Film?" fragte er. Denn das sollte er ja nicht erraten. "Ok, aber ich will drei Versuche. Wenn du mich schon fragst mit wem, dann kenne ich die Person - richtig?" fragte er dann nochmal nach. "Kenne ich ihn oder sie von Narnia?" Irgendwie musste man das ganze ja eingrenzen und wenn Anna die Person genauso kannte wie Will, dann musste es eigentlich jemand von Narnia sein. Doch wie sollte er von dort aus jetzt weiter die Auswahl eingrenzen? "Na ja, Georgie oder Skandar hätten es mir sicher schon erzählt... Also, du drehst mit Liam Neeson? Das wäre sau cool. Oder.... ähm...?" fragte er und zog die Augenbraun fragend nach oben. Wenn die Idee falsch war, dann hatte er immerhin noch zwei Versuche.

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"Klingt logisch" grinste sie auf seine Erwiderung. Sie waren ja damals auch meistens im selben Restaurant gewesen, einfach weil es neben dem Set lag. "Klar, waren wir immer und werden wir immer sein. Kaffee ist ein Geschenk, von dem man nie genug bekommen kann. Ich jedenfalls nicht." Ohne ihre drei Tassen Kaffee war sie morgens meist nicht mal ansprechbar, dass sie heute so munter war, war deshalb fast ein Wunder, immerhin hatte sie heute nur Zeit für eine Tasse gehabt. Sie lachte hell auf. "Ach komm, du weißt nicht, ob ich vielleicht einen geheimen Unterschlupf in Hongkong oder gar Honolulu hab. Und wenn, würde ich es dir mit Sicherheit nicht auf die Nase binden... Kelsey und ich, wir würden dich aber mit Sicherheit besuchen kommen." Gespielt beruhigend tätschelte sie seine Hand, die auf dem Tisch lag. William hatte sie beide irgendwann mal vorgestellt und die beiden jungen Frauen hatten sofort einen guten Draht zueinander gehabt, was sie schnell zusammen wachsen ließ und gute Freundinnen machte. Und Anna war wirklich der Meinung, dass die Schauspielerin wie gemacht für Will war. Sie ergänzten sich einfach perfekt und sie selbst hoffte, irgendwann auch so eine wunderbare Beziehung zu führen. "Bei euch ist aber alles super, oder? Wie sieht's aus, läuten bald die Hochzeitsglocken?" Die Britin liebte Hochzeiten, und wenn sie nicht demnächst heiraten würde, so besuchte sie furchtbar gerne welche und träumte sich ihre eigene Hochzeit zusammen.
"Entschuldige. dass ich frage... du scheinst das nur öfters zu machen und naja, tut mir Leid, wenn ich mich da jetzt irgendwie einmische, aber eine leichte Fahne hast du bereits und ich weiß nicht, ob noch mehr Alkohol da jetzt so gut ist." Was war mit ihm los? Anna hatte noch nie erlebt, dass er Tagsüber bereits Alkohol konsumierte, doch sein normal erscheinen, trotz Alkoholpegel und Fahne ließ darauf schließen, dass er dies öfters tat. "Ne, nicht mit Liam, obwohl das bestimmt mal wieder super wäre. Zwei Versuche hast du noch." Sie grinste schief und hatte im Hinterkopf noch immer Alkohol hämmern.

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William grinste verlegen und strich sich durch die Haare, als Anna danach fragte ob bei Kelsey und ihm bald die Hochzeitsglocken läuten würden. Wow, genau das Thema. Es war seltsam wie Seelenverwandte ohne genau Infos zu haben, so leicht ins Schwarze treffen konnte... "Was soll ich sagen? Sie ist die Frau, die ich eines Tages sicher heiraten werde." Doch das stand ja eigentlich schon seit ihrem ersten Date fest und war damit keine sonderlich große Überraschung und auch nichts neues für Anna. "Und wenn nicht, dann wird sie nicht zulassen, dass ich eine andere Frau heirate - maximal, dass ich dich heirate. Sie dachte auch mal, dass zwischen uns was gelaufen wäre." Unbewusst schien Williams Blick kurz auf das Sektglas abzuschweifen, um das er immer noch seine Finger gelegt hatte und fast gar nicht mehr los lassen wollte. Dann sah er Anna wieder an. "Ich glaub' wir sind einfach noch nicht so weit." Und das war jetzt einfach 'drum herum reden', es war eine dicke Lüge. William hatte einfach Angst alles kaputt zu machen und wenn es dazu kommen würde, dann würde er wenigstens nur die perfekte Beziehung und nicht die perfekte Ehe zerstören. Das zweite Mal ins Schwarze traf Anna dann mit dem Alkohol und William versuchte sich rauszuwinden, wie er es auch im Gespräch mit anderen tat. Keine genauen Angaben machen und dem Gegenüber möglichst das Gefühl geben, dass diese Besorgnis fast schon albern war. Normalerweise funktionierte das auch, aber Anna und er hatten einfach eine ausergewöhnliche Verbindung zueinander. Und sie nahm auch kein Blatt vor den Mund, sondern sprach genau das aus was sie wahr nahm und dachte. Bei William, der gerade noch gelächelt hatte, war nun förmlich eine Gesichtsentgleisung zu beobachten. Er presste die Zähne aufeinander, so das man an die Anspannung seiner Wangenmuskulatur sehen konnte und fast schon schuldbewusst zog er die Hand von seinem, nur noch halb vollen Sektglas, weg und lies sie unter den Tisch sinken. Doch wenige Sekunden später entspannte er sich auch wieder. Natürlich hatte das sein Konstrukt aus Lügen ein wenig erschüttert und die Fassade war angekratzt, denn er wurde nur selten so direkt darauf angesprochen, aber er arbeitete daran das Bild trotzdem aufrecht zu erhalten. "Es ist wirklich alles in Ordnung." versichterte er Anna und schmunzelte sogar ein wenig um dem Thema wieder eine Lockerheit zu verleihen. "Ich weiß schon was ich tue, ich bin erwachsen. Aber süß, dass du dir Sorgen machst." Direkten und genauen Aussagen wich er dabei mal wieder bewusst aus.
Als Anna in aufforderte zu Raten, ging er voll und ganz darauf ein. Er stürzte sich auf das nächste Thema um das vorherige so weit wie möglich von ihnen fern zu halten. Deswegen war es auch gut, dass es ein von Anna gewähltes Thema war, denn sie waren alle Menschen. Eine gewisse Eitelkeit brachte jeder mit und William glaubte daran, dass die meisten dann doch lieber über sich selbst sprachen als über andere. Mit der Idee, dass sie mit Liam drehen könnte, lag er schonmal falsch und so durfte er noch zweimal munter weiter raten. "Ben." meinte er und es war eine ganz simple Idee - einfach aus dem Bauch heraus. Andere Anhaltspunkte hatte er ja auch nicht.

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"Jaaaaah! Ist dieses eines Tages bereits in greifbare Nähe gerückt?" Sie war halt doch eine neugierige Nase und wenn es um William und Kelsey ging sowie so. "Mich?!" Ihre Stimme rutschte um drei Oktaven höher. Verlegen räusperte sie sich. "Wie kommt sie denn auf diese absurde Idee? Wir beide? Sorry, aber du bist leider absolut nicht mein Typ Schatz." Sie grinste und zuckte entschuldigend mit den Schultern. "Obwohl ich dir da wohl was beichten muss, ganz am Anfang der Dreharbeiten zu Der König von Narnia, da hab ich so ein bisschen für dich geschwärmt, aber nur minimal und das hatte sich auch schnell wieder gelegt, nachdem ich gemerkt habe, dass wir zwar freundschaftlich perfekt harmonieren, doch als Paar würden mich deine Marotten echt stören und das würde niemals funktionieren." Mit sorgenden Blick beobachtete sie, wie William sich an dem Sekt Glas festklammerte. "Bei euch ist doch alles in Ordnung oder?" Sie konnte sich nicht vorstellen, dass Kelsey noch nicht so weit war. Die Kleine malte sich doch seit ihrem ersten Date ihre gemeinsame Hochzeit aus. "Kriselt es bei euch? Ist es wegen dem Alkohol?" Anna ging gerade ziemlich unsensibel an die ganze Sache ran, doch sie hatte das Gefühl, sie musste ihm alles ins Gesicht sagen, da er sich sonst nur in Ausflüchte flüchten würde und das würde sie nicht akzeptieren, nicht heute. "Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst, ja?" Mit gerunzelter Stirn nahm sie seine kurzzeitige Entgleisung vom Sunnyboy ins Bodenlose zur Kenntnis. Er sah auf einmal so unglaublich verloren aus und die Brünette fing an sich wirklich Sorgen zu machen. Doch so schnell wie er eben den Gesichtsausdruck wechselte, so schaltete er auch jetzt wieder blitzschnell und hatte ein Lächeln auf den Lippen. Und dann diese Ausreden... "Verdammt noch mal, ich seh doch das irgendwas nicht stimmt! Verkaufe mich hier doch nicht für blöd!" platzte der Britin der Kragen und sie fuhr ihn laut über den Mund. "Du hast ein Alkoholprobelm William. Ist doch so oder willst du das jetzt abstreiten?" Mit zusammengezogenen Augenbrauen und wartenden Gesichtsausdruck sah sie ihn an. "Wie erwachsen du bist, sehe ich ja. Rede mit mir und ich höre auf mir Sorgen zu machen." Sie seufzte leise auf und griff nach seiner Hand, die noch auf dem Tisch lag. "Ja mit Ben. Ich war ziemlich irritiert als er auf einmal vor meiner Hotelzimmertür stand, weil er seine Drehpartnerin kennenlernen wollte..." Sie wusste, dass sie dieses Thema nur von dem Hauptthema ablenkte, doch sie wollte ihm nicht im Unwissen lassen. "Und auch wenn wir jetzt ablenken. Das Thema ist noch nicht gegessen Will!"

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William schüttelte den Kopf, als Anna ihn fragte ob dieses berühmte "Irgendwann" auch mal in greifbare Nähe rücken würde. Es war nicht so, dass William und Kelsey keine gute Beziehung führten. Ihre Beziehung war perfekt, sie würden alles füreinander tun. Das Problem war möglicherweise, dass Kelsey ein wenig selbst aufopfernd war und auch wenn sie es nicht merkte, William es unterschwellig wusste. Und das einmal im Monat diese Bombe in Form eines heftigen Streites in ihre Beziehung einschlug. William wusste einfach nicht wie sich das entwickeln würde, deswegen konnte er sie auch nicht fragen ob sie ihn heiraten würde. Am Ende würde er sie noch unglücklich machen und sich damit selbst hassen... William erklärte und versicherte Anna jedoch, dass er entweder Kelsey heiraten würde oder niemanden und sagte ihr, dass Kelsey davon ausgegangen war, das zwischen Will und Anna mal etwas gelaufen sei. Es trug irgendwie zur allgemeinen Erheiterung bei, aber Anna gab auch zu, dass sie mal für ihn geschwärmt hatte. "Echt? Gut das du es mir nicht gesagt hast. Ich hätte dir das Herz gebrochen. Ungefähr zu der Zeit wollte ich mal mit dir ins Bett. Aber nicht mehr. Mein Bruder hat es mir ausgeredet." William war damals zumindest zu Mädchen ziemlich scheiße gewesen. Heute hatte sich das geändert, er war reifer geworden. Damals war es aber auch eine krasse Situation gewesen, die sein Ego ganz schön polliert hatte. Will war der älteste gewesen und hatte sich auch ein bisschen etwas darauf eingebildet, trotzdem war er natürlich immer ganz nett gewesen zu den anderen. Aber es gab ja auch Dinge, die sich abseits des Sets abspielten und innerhalb anderer sozialer Kontakte.
Anna schockte ihn nun schon wieder, indem sie ganz konkret nach dem Alkohol fragte und ihn in die Enge trieb. Doch anders als möglicherweise erwartet, reagierte er nicht agressiv. Bei jedem anderen hätte er es sicherlich getan, aber nicht bei Anna.
"Bitte, nicht..." brachte er über die Lippen. Er wollte nicht über Kelsey reden, die in so einer Situation sicherlich ähnlich reagieren würde. Genau deswegen blieben ihm auch viele Konfrontationen erspart. Kelsey war seine Freundin und viele die Bedenken hatten, fragten auch erstmal sie. Wenn sie dann allerdings allen versicherte, dass es keinen Grund zur Sorge gab, mischte sich auch keiner mehr ein. "Kelsey liebt mich, sie steht hinter mir. Wir sind glücklich." Das war ja auch nicht gelogen. Er verschwieg nur einen Teil. Zum Alkohol bezog er wieder keine Stellung, versuchte aber auch nicht sich rauszureden. Dann erhöhte Anna den Druck und da verspürte er ein Hauch von Panik. Sie erhob ihre Stimme auch ein wenig, was ihm im nächsten Moment gegen den Strich ging. "Hey! Geht das auch ein bisschen leiser?" zischte er ihr entgegen. Er konnte nicht anders und es wirkte wie ein Schuldeingeständnis. Noch während Anna sprach griff er nach dem Sekt und trank den Rest auf ex weg. Als sie wieder ruhiger wurde und ihre Hand auf seine legte, wurde auch er ruhiger. Er nahm ihre Nähe für den Moment offen an, aber sagte nichts mehr. Er war zunächst mehr als glücklich über den Themenwechsel.
Es kam ihm alles surreal vor, aber so war es eben gerade. Als er ihr sagen wollte, dass er sich darüber freute, dass sie wieder mit Ben drehen würde und sie ihn grüßen sollte - und so weiter - hakte sie jedoch nochmal ein, dass dieses Alkoholthema noch nicht durch war. "Ach was?" meinte er ironisch. Seine Hand lag immer noch bei ihrer und mit der anderen strich er sich fast schon verzweifelt durch das blonde Haar. "Ich habe kein Problem. Ich prügel mich nicht in irgendwelchen Kneipen, ich arbeite vernünftig und entgegen deiner Vermutung, läuft meine Beziehung sehr gut." bevor Will sich ein Problem eingestehen würde, würde er sich die Kugel geben. "Vielleicht trinke ich ein bisschen mehr als andere, aber ich komme soweit klar nur... Du darfst es keinem sagen. Man, das kommt einfach nicht gut an und ich hatte nicht vor meine Karriere zu begraben." meinte er offen. Obwohl er versuchte möglichst aufgeklärt darüber zu reden, war ihm die Scham und das Gefühl erwischt worden zu sein, förmlich ins Gesicht geschrieben.

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"Das hat nicht zufällig was mit dem Alkohol zu tun?" fragend hob sie die Schultern und legte den Kopf schief. Eigentlich war es nicht ihre Art, sich in Dinge einzumischen, die sie nichts angingen, doch hier konnte sie nicht anders. William war so etwas wie ihr Soulmate und sie würde nicht tatenlos zusehen, wie er sich richtig in die Scheiße ritt, denn dass er bereits in der Scheiße stecken musste, war ihr klar. Sie riss die Augen auf. "Ernsthaft? Wahrscheinlich wäre ich auch noch wirklich mit dir in die Kiste gesprungen und hätte damit dafür gesorgt, dass sie die Rolle der Susan neu besetzen hätten können. Benjamin? Mensch, dass dir nen dreizehnjähriger Bengel davon abrät jemanden flachzulegen... Sag mal, was hast du mit dem Kleinen damals für Themen gehabt?" lachte sie. Sie wäre niemals auf die Idee gekommen mit Lulu oder Freddie in diesem Alter über Sex zu sprechen. Aber gut, William war schon immer ziemlich eigen gewesen. Auf ihr Nachbohren wegen seines Alkoholkonsumes blieb er ausgesprochen ruhig. Es schien nicht sein Lieblingsthema zu sein, doch sie dachte nicht dran, jetzt locker zu lassen. Er war ihr wirklich wichtig und aus diesem Grund würde sie ohne brauchbare Erklärung das Thema auch nicht ruhen lassen. "Will ... Rede mit mir. Du glaubst doch nicht, dass wir hier jetzt einfach aufstehen und alles vergessen? Du weißt doch ganz genau, dass ich so nicht bin. Ich mache mir doch nur Sorgen um dich." seufzte sie, bevor sie sich durch die Haare fuhr. "Tut mir Leid, ich wollte nicht laut werden." entschuldigte sie sich zerknirscht. "Es ist nur so, ich habe gerade das Gefühl, dass du alles abblockst und mich von dir wegstößt. Hey, ich bin es doch nur. Du weißt, dass ich mir jede Scheiße von dir anhören würde und dich für nichts verurteilen würde?" Und sie meinte es so, wie sie es sagte. Der Brite konnte einen Mord begehen und sie würde ihm helfen, die Leiche zu beseitigen. Er war nur mal ihr beste Freund, eigentlich fast schon wie ein Bruder und sie würde für ihn durchs Feuer gehen. Natürlich hoffte sie, dass es bei ihm ähnlich war. Mit einem leichten Kopfschütteln beobachtete sie, wie er sich den Rest des Sektes reinkippte und das Glas etwas lauter als nötig auf den Tisch knallte. Da war doch etwas ganz ordentlich im Argen und sie würde schon herausfinden, was es war und wenn sie bohren müsste, bis es ihm wehtat. Das er nicht weiter auf das Thema ihrer gemeinsamen Dreharbeiten mit Ben einging, ließ sie schon einmal erleichtert seufzend und sie drückte seine Hand, die immer noch unter ihrer lag aufmunternd. "Ich glaube dir das doch, du bist auch nicht der Typ für irgendwelche Prügeleien und das du vernünftig arbeitest habe ich eben gesehen, aber was machst du, wenn das herauskommt? Was machst du, wenn man dich beim Casting auffordert jemanden zu küssen, die Person deine Alkoholfahne bemerkt und deshalb nicht mit dir arbeiten will? Meinst du, dass kommt gut? Man Will, was ist los mit dir?" Noch einmal seufzte sie, diesmal enttäuscht. "Glaubst du echt, ich renne jetzt durch die Gegend und erzähle allen Leuten, die mir begegnen, dass du ein Alkoholproblem hast? Für wen hältst du mich?" ein Hauch Enttäuschung schwang in ihrer Stimme mit. Hatte er wirklich so eine Meinung von ihr? Sie zog ihre Hand von seiner und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie sah ihm an, dass ihm das Thema unangenehm war und er sich anscheinend wirklich darüber schämte, aber sie würde das Thema jetzt nicht begraben, nur weil es ihm mit der Verdrängungstaktik gut ging.

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Will lachte ein wenig - wohl das letzte Mal, so wie das Gespräch sich gerade entwickelte. "Hey, wir sind Jungs. Nachdem der das zum ersten Mal alles erklärt bekommen hat, hat der mir Löcher in den Bauch gefragt. Also, er hat angefangen das zu einem Thema zwischen uns Brüdern zu machen." Jungs waren eben Jungs. Egal in welchem Alter und eigentlich hatte jeder so die Phase, in der die Klappe immer größer war als das was dahinter steckte und sich vielleicht so ein bisschen austoben wollte. Das war zumindest bei Will recht früh der Fall gewesen und damals hätte er kaum geglaubt, dass er fast vier Jahre mit der selben Frau zusammen sein konnte. Doch Kelsey bewies, er konnte und war dabei glücklich. "Außerdem, wenn man selbst noch kein Sexleben hat, ist das des großen Bruders umso spannender. Von daher." Er zuckte mit den Schultern. Für ihn war es irgendwie immer normal gewesen mit seinem kleinen Bruder darüber zu sprechen Mit seiner Schwester? No Way. Aber sein Bruder. Nichts normaleres als das. Leider flammte kurz danach das Thema Alkohol in der Unterhaltung auf und nachdem er erst Ausflüchte suchte, verlor er dann seinen Humor und fühlte sich extrem gestesst und an den Pranger gestellt. Bitte... Konnte sie es nicht einfach gut lassen? Es ging ihm doch gut! "Ich will aber nicht darüber reden, weil es nichts zu reden gibt." versuchte er weiter jeder Konfronation aus dem Weg zu gehen. "Nicht jeder, der ab und zu etwas trinkt, ist emotional zerstört." Und in diesem Moment war er wirklich davon überzeugt. Er war selbst nicht sicher, warum sein Alkohlkonsum zugenommen hatte, bis er alltäglich wurde. Aber er war ja kein arbeitsloser Trinker, dem langweilig war oder der sich im Suff irgendwie profilieren musste. Er war ganz normal! Und wenn er sich jetzt ein Problem einreden lassen würde, dann würde er zugeben einen an der Klatsche zu haben - so sah er das. "Ich stoße dich nicht weg. Ich sehe nur nicht den Sinn darin, darüber zu reden. Es geht mir gut und wir müssen aus einer Mücke keinen Elefanten machen." sagte er mit voller Überzeugung. Und zu der Verurteilung sagte er nicht, denn er hatte jetzt schon das Gefühl verurteilt zu werden. Sie musste ja auch darauf behaaren, dass es da irgendein Problem gab. Es gab keins! So sehr sie sich das auch einbilden wollte. In Williams verdrehter Welt war alles ok und Kelsey war die Einzige, die dazu wirklich Zugang hatte. Einfach, weil sie ihn verstehen konnte und ihn unterstützte. "Denkst du nicht, ich hätte mir darüber keine Gedanken gemacht?" William kam schon lange genug mit dem Trinken durch. Das Theater-Casting vor drei Monaten hatte er auch geschafft - mit Probekuss. Er er total durchgeplant und hatte sein Leben danach gerichtet, was dann doch für ein Problem sprach - doch er selbst konnte sich das nicht unbedingt eingestehen. Er konnte nirgendwo hingehen, ohne sicher zu sein, dass er zwischendurch mal etwas trinken konnte. "Es wird nicht rauskommen." Weil Will mit Kelsey's Hilfe alles im Griff hatte. "Und vor einem Casting trinke ich Gin Tonic. Das macht kaum eine Fahne und mit Pfefferminzbonbons ist die Sache dann geritzt." Es hatte schonmal funktioniert, es könnte noch mehrere Male genauso gut klappen. Das er betonte, dass sie es nicht verraten durfte - das sie ihn nicht verraten durfte - hatte nichts mit fehlendem Vertrauen in Anna zu tun oder Misstrauen ihr gegenüber. "Erstens, habe ich kein Problem. Ich mag es einfach, ok?" Und so verschwieg er sein Unvermögen sich ohne Alkohol zu konzenrtieren, das Schwitzen in der Nacht, die nervösen Zustände und die zittriegen Hände. "Und zweitens, darf ich einfach kein Risiko eingehen. Es hat nichts mit dir zu tun, aber ich wollte noch nicht mal das du es weißt... Es geht einfach niemanden etwas an, was ich mache." seufzte er. "Anna, bitte... Gib mir deine Hand." forderte er sie auf und hielt ihr seine hin. "Du bist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben." Das war wohl das ehrlichste, was er heute gesagt hatte - nicht eine Silbe war gelogen.

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Sie lachte. "Jetzt ehrlich? Ich hab das bei Freddie nie so mitbekommen... Muss aber dazu sagen, dass ich da auch eher weg gehört habe, denn mein kleiner Bruder beim Sex ist auch eher so eine wääh Vorstellung." Sie schüttelte sich. Nein, das war definitiv keine Sache, die sie sich vorstellen wollte. "Und wenn es nach mir geht, dann sind Freddie und Lulu sowie so bis an ihr Lebensende Jungfrauen." Sie zuckte mit den Schultern. Irgendwie war sie, wenn es um ihre Geschwister ging, der große, böse Wachhund, der sich auf jeden stürzte, der ihnen weh tun könnte. Denn wenn sie eins nicht ab konnte, dann waren das deprimierte Geschwister. Das Thema Alkohol würde sich wohl länger ziehen, denn er wollte partout nicht drüber reden, doch Anna war nicht bereit, zurück zu rudern. Sie wollte Antworten haben und sie würde Antworten bekommen. Antworten, die sie zufrieden stellten, denn das, was er ihr erzählte, das glaubte er doch selber nicht. "Will pass auf, du bist mir wichtig, ich will dir helfen und ich hoffe, dass du meine Hilfe annimmst. Du bist mir nicht egal und wenn du ein Problem hast, dann möchte ich, dass du mit mir darüber redest." Sie seufzte auf. Natürlich hörte sie sich an, wie eine besorgte Mutter, doch sie konnte nicht anders. Sie konnte nicht dabei zusehen, wie der wichtigste Mensch, neben ihrer Familie, zu Grunde ging. Sie konnte nicht damit leben, es nicht wenigstens versucht zu haben, ihm zu helfen. Tief seufzte sie. "Ich glaub dir das, dass du denkst, du hast kein Problem. Aber tief in dir drin weißt du, dass es so nicht weiter gehen kann. Okay, vielleicht hast du noch ein paar Mal Glück und niemand merkt, dass du betrunken auf der Bühne herum turnst oder vor der Kamera stehst, aber was machst du, wenn es doch mal jemand merkt?" Wusste Kelsey nichts davon? Oder wusste sie und ... Anna riss die Augen auf. Sie betete, dass seine Freundin es nicht wusste und ihm auch noch half das Ganze zu vertuschen. Sie hatte immer eine hohe Meinung von der Jüngeren gehabt und das würde diese Einstellung wohl ziemlich ins Wanken bringen. Sah sie nicht, wie kaputt William war? Sie schloss kurz die Augen, bevor sie seine Hand auf dem Tisch ergriff, sie leicht drückte und ihn anlächelte. "Du weißt, dass ich immer für dich da bin?" Sie musste es noch einmal sagen, damit er wirklich wusste, dass er immer zu ihr kommen konnte. "Ich ... Will ich mach mir Sorgen. Ich hab dich noch nie ... so gesehen." Sie wusste nicht, wie sie es ausdrücken sollte. "Wir kennen uns seit zehn Jahren und ... du siehst am Ende deiner Kräfte aus. So, als wenn du nicht weiter wüsstest und ich ... ich weiß nicht, wie ich dir helfen soll, wenn du nicht mit mir redest, mir erzählst, dass alles okay ist." Verzweifelt fuhr sie sich mit der Hand, die nicht seine umklammert hielt, durch die Haare. "Ich will dich nicht verlieren, okay?" hängte sie flüsternd hinten dran, denn das war gerade eine ihrer größten Ängste. Was wenn er so in ein Auto stieg und sich hinterher um einen Baum wickelte?

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William war langsam gar nicht mehr sicher was er sagen sollte. Jedenfalls hatte er sich schon von der Idee, ihr einfach Lügen aufzutischen, verabschiedet. Sie wusste schon zu viel und würde es ihm sicherlich auch übel nehmen, wenn er weiter versuchen würde zu Lügen. Allerdings war das, was er für die Wahrheit hielt - auch wenn sie dieser nicht entsprach - keine Lüge. Es war seine Wahrheit. Wohlmöglich war es für Anna auch viel wichtiger einen Einblick in diese Wahrheit zu bekommen, also in das was William glaubte, als in das was wirklich war. "Anna, bitte. Ich brauche deine Hilfe nicht. Ich komme total gut mit allem zurecht." Will hatte bereits die Hilfe, die er brauchte denn in seinen Augen, war diese Hilfe Kelsey. Mehr brauchte er wirklich nicht. Der Alkohol machte ihm doch keine Probleme, nur die Tatsache, dass er es nicht offen ausleben konnte ohne Probleme zu bekommen. Demnach war das Unverständnis der Leute, die aus allem direkt ein riesiges Problem machen mussten, das Problem. Genau das tat Anna gerade auch.
"Ich habe wirklich kein Problem! Warum begreifst du das nicht?" In Will stieg eine gewisse Wut auf und er versuchte wirklich ruhig zu bleiben und Anna nicht offensichtlich anzumachen, aber sein Ton wurde doch etwas rauer. Das einzige Problem hatte er, wenn er nicht trank. Er wurde unruhig, gestresst, zitterte... Das war hart. Nicht die Tatsache, dass er trank. "Sorry..." entschuldigte er sich dann schnell, als er merkte das sein Ton möglicherweise doch unpassend war. Er hatte sich eben für eine Sekunde nicht im Griff gehabt. "Es merkt niemand. Wir sind in L.A. - hier haben alle so ein riesen Ego, dass sie sich nur um sich selbst kümmern und wenn sie es merken, dann interessiert es sie nicht. Und dich sollte es auch nicht kümmern." sagte er erneut. Warum konnte sie es nicht einfach gut sein lassen? Dieses ganze Gutmensch-Getue war einfach überbewertet und ganz schön nerfig. Wie konnte Anna denken, dass sie ihm half oder helfen musste? Das einzige was sie tat war, sich in Dinge einmischen, die sie absolut nichts angingen.
Dennoch konnte William ihre aufrichtige Sorge sehen und schluckte. "Hör mir zu, Anna. Ich habe mich nicht verändert, ok? Ich bin immer noch Will, der den du seit einer Ewigkeit kennst und ich schwöre bei Gott: Du verlierst mich nicht. Du bist doch schon ein Teil von mir." versuchte er ihr ihre Ängste zu nehmen, aber er schien schon zu ahnen, dass es möglicherweise nicht so klappen würde, wie er sich das erhoffte. Was er gesagt hatte, war die Wahrheit gewesen. Nicht nur seine persönliche Wahrheit, sondern auch die reale Wahrheit. William war so tief verwurzelt mit den Leuten von damals - besonders mit Anna. Sie würde immer zu ihm gehören und hatte einen besonderen Platz in seinem Herzen. Die beiden hatten so viele Dinge erlebt, so viel Spaß gehabt und sich über die Jahre so viel anvertraut. Es war etwas, was man ihnen nie wieder nehmen konnte und so fern William konnte würde er immer bei Anna sein. "Hörst du? Du wirst mich niemals verlieren!" Niemals! William war davon überzeugt, genauso wie er davon überzeugt war beim Alkohol die Notbremse ziehen zu können, wenn es gefährlich werden würde. Doch die reale Wahrheit war doch, dass es schon längst gefährlich war. Er fuhr unter Alkoholeinfluss, weil er anders gar nicht mehr konnte, er trankt täglich und zerstörte sich vermutlich seinen Körper, was er gar nicht ahnte. Er lies Spannungen in seine wichtigsten zwischenmenschlichen Beziehungen kommen. Ihn und Kelsey und auch zwischen ihn und Anna... Dennoch hielt er an seinen Illusionen fest und versuchte andere davon zu überzeugen.

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War es nicht immer so? Die Leute die ein Problem hatten, versuchten sich und anderen immer wieder vorzuspielen, dass nichts wäre? Das alles in Ordnung ist? Anna seufzte und rieb sich über ihr Gesicht. So würden sie nicht weiterkommen und das Letzte, was sie wollte, war mit William zu streiten und sich mit ihm zu überwerfen. Sie würde daran kaputt gehen. Sie brauchte ihn einfach an ihrer Seite. Nicht nach romantischen Gefühlen, um Gottes Willen. Als Freund, als besten Freund, als Bruder. Denn das war er für sie, der Bruder den sie nie hatte. Sie hätte damals zu Anfangszeiten von Narnia nicht gedacht, dass ihre gespielten Geschwister ihr irgendwann so wichtig sind, wie ihre realen Geschwister, doch so war es. Sie vier verband immer noch so dermaßen viel und auch wenn sie und Will sich am häufigsten sahen, so sollte es nicht heißen, dass Georgie und Skandar einen geringeren Teil ihres Lebens einnahm. Aber doch, sie konnte schon sagen, dass William der wichtigste von allen für sie war. Als seine Stimmlage sich veränderte und er sie ziemlich offensichtlich anging, zuckte die Britin zurück. Sie hatte keine Angst vor ihm, so weit kam es noch, aber er hatte sie erschreckt und war sich dessen hinterher wohl voll bewusst, denn er schickte fast sofort eine Entschuldigung hinterher. Sie nickte leicht. "Es kümmert mich aber! Du bist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben Will, geht das in deinen Dickschädel da oben rein? Und um wichtige Menschen sorgt man sich!" Sie schluckte trocken. Auf so viel Ablehnung zu stoßen tat ihr unbewusst sehr weh und auch wenn er versuchte, ihr klar zu machen, dass er immer noch der selbe war, wussten sie doch beide, dass dies so nicht richtig war. Er hatte sich verändert und Anna war nicht bereit, zuzulassen, dass dieser Will blieb. "Du willst es nicht verstehen, oder? Ich habe Angst davor, dass du dich in ein Auto setzt und so fährst. Du brauchst nur einmal zu viel intus haben und schon wickelst du dich um den nächsten Baum, und dann? Und dann Will?" Ihr schimmerten Tränen in den Augen, alleine von der Vorstellung. "Ich kann dich nicht verlieren, nicht so! Ich ... ich lass das nicht zu, okay?" Verhemmt blinzelte die brünette Schauspielerin die Tränen weg, die sich über ihr Gesicht bahnen wollten. "Ich werde das nicht zulassen..." flüsterte sie leise, mehr für sich, bevor sie auf ihrem Stuhl zusammen sackte und ihn wieder anschaute. "Das verkrafte ich nicht Will. Ich kann vieles verkraften, aber das nicht...." Zwischen ihnen, dass war so viel mehr als Freundschaft. Es war keine Beziehung und trotzdem, Anna würde immer William nehmen, wenn sie sich zwischen ihm und ihrer Lieben entscheiden sollte. Er gehörte für sie zur Familie und sie fühlte sich ihn so verbunden wie niemanden sonst.
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Anna und William
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